Zinsentwicklung am Hypothekarmarkt

Historisch gesehen liegt das Zinsniveau auf einem tiefen Stand. Je nachdem, welche Art der Finanzierung Sie wählen, profitieren Sie über die gesamte Laufzeit von dem festgelegten Zinssatz. Das ist beispielsweise bei der Festhypothek der Fall. Sollte der Zinssatz im Laufe der Zeit steigen, ändert sich an den Konditionen der Festhypothek zunächst nichts. Erst wenn es darum geht, die Hypothek zu verlängern, wird der Zinssatz zu den aktuellen Marktbedingungen neu abgeschlossen. Welche Folgen Zinsschwankungen haben können, zeigt der folgende Rückblick: Wer im Jahr 1992 eine Hypothek in Anspruch nahm, musste mit einem Zinssatz von ungefähr sieben Prozent rechnen. Im Laufe der Zeit sank der Zinssatz. Schon im Jahr 1997 waren durchschnittlich 4.5 Prozent fällig. Zehn Jahre später, im Jahr 2001, betrug der Zins etwa drei Prozentpunkte weniger im Vergleich zu 1992.

Zinsentwicklung Hypotheken

Eine Hypothek mit fixem oder variablem Zins?

Je nachdem, um welche Hypothekenvariante es sich handelt, liegen dem Zinssatz andere Bemessungskriterien zu Grunde. Es gibt drei verschiedene Arten von Hypotheken:

  • Festhypothek
  • LIBOR-Hypothek
  • variable Hypothek

Den Zinssatz der Festhypothek legen beide Vertragsparteien zu Beginn fest. Es ist ein fixer Zinssatz, der für die gesamte Dauer der Vertragslaufzeit gleichbleibend ist. Erst wenn die Hypothek abläuft, verhandeln die Vertragspartner neu. Die Zinsbelastung sinkt oder steigt also erst bei der zu verlängernden Hypothek.

Zinsentwicklung Hypothekenmarkt

Variabel ist der Zinssatz bei der variablen und bei der LIBOR-Hypothek. Die Berechnungsgrundlage unterscheidet sich jedoch. Basis für die Berechnung der LIBOR-Hypothek ist der LIBOR-Zins. Dies bedeutet für den Hypothekarnehmer mehr Transparenz im Gegensatz zur variablen Hypothek. Der Zins der LIBOR-Hypothek wird nicht täglich angepasst. Alle drei, sechs oder zwölf Monate erfolgt eine Überprüfung und gegebenenfalls eine Anpassung des Zinssatzes. Die Laufzeit der LIBOR-Hypothek ist aber fix, unabhängig vom Zinssatz.

Weder eine festgeschriebene Laufzeit noch einen fixen Zinssatz gibt es bei der variablen Hypothek. Auch hier überprüft der Hypothekargeber in regelmässigen Abständen den Zins und passt ihn der aktuellen Marktlage an. Die Laufzeit der Hypothek ist unbegrenzt. So kann der Hypothekarnehmer in Niedrigzinsphasen statt der variablen Hypothek auch eine Festhypothek in Anspruch nehmen. Auf längere Sicht kann er so von den niedrigen Zinsen profitieren und besitzt dann eine gewisse Planungssicherheit.

Abhängigkeit zwischen Laufzeit und Zinssatz

Grundsätzlich gilt: je kürzer die Laufzeit, desto geringer ist der Zinssatz. Eine zuverlässige Vorhersage der Zinsentwicklung für lange Zeiträume ist nahezu unmöglich. Zinssteigerungen oder -senkungen gibt der Hypothekargeber direkt an den Hypothekarnehmer weiter.

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