Die LIBOR-Hypothek in der Übersicht

Planen Sie, ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen? Dann werden Sie angesichts von Preisen zwischen CHF 500'000 und CHF 750'000, wie sie für ein Eigenheim üblich sind, vermutlich auf eine Hypothek von der Bank angewiesen sein. In der Schweiz stehen Ihnen dabei drei Hypotheken-Modelle offen: die Festhypothek, die variable Hypothek und die LIBOR-Hypothek. Mit diesem Artikel liefern wir Ihnen Beratung zur LIBOR-Hypothek und zeigen Ihnen, wieso Sie die verschiedenen Hypotheken-Modelle sorgfältig miteinander vergleichen sollten. Zudem bieten wir Ihnen eine Übersicht zu Vor- und Nachteilen von Festhypothek, variabler Hypothek und LIBOR-Hypothek. So finden Sie mit einem Vergleich der Konditionen die günstigste Variante für Sie.

Die Hypotheken-Modelle in der Schweiz

Um Festhypothek, variable Hypothek und LIBOR-Hypothek in einem Vergleich sinnvoll bewerten zu können, müssen Sie zunächst einmal wissen, wie diese Modelle genau funktionieren. Die Festhypothek ist das wohl bekannteste Hypotheken-Modell in der Schweiz. Sie erhalten hier den Auszahlungsbetrag zu festen Konditionen von der Bank – Laufzeit und Zinsen verändern sich nach Beginn der Festhypothek also nicht mehr. Dementsprechend bleiben auch die Raten, die Sie an die Bank zahlen, stets gleich.

Bei der LIBOR-Hypothek kann zwar, wie bei der Festhypothek, eine bestimmte Laufzeit vereinbart werden, die Zinsen beziehungsweise der Zinssatz sind bei der LIBOR-Hypothek aber nicht fix. Stattdessen wird der Zinssatz alle paar Monate von der Bank angepasst – meist alle drei oder sechs Monate, es sind aber auch Varianten üblich, bei denen die Anpassung der Zinsen alle zwölf Monate erfolgt. Basis für den Zins der Hypothek ist, wie der Name schon sagt, der LIBOR. Dabei handelt es sich um einen Referenzzinssatz, der in London zu jedem Bankarbeitstag berechnet wird. Eigentlich dient der LIBOR als Basis für Geschäfte unter Grossbanken, er wird aber häufig auch für die Zins-Berechnung bei Bankprodukten verwendet. Wählen Sie eine LIBOR-Hypothek, sollten Sie daher den Zinssatz im Auge behalten, um – je nach Entwicklung der Zinsen – gegebenenfalls reagieren zu können.

Als dritte Variante neben Festhypothek und LIBOR-Hypothek gibt es noch die variable Hypothek. Sie ähnelt der LIBOR-Hypothek, denn auch hier passt die Bank alle paar Monate den Zinssatz an. Basis ist hier jedoch nicht der LIBOR, sondern das allgemeine Zinsniveau. Welche Faktoren genau zur Berechnung herangezogen werden, kann von Bank zu Bank verschieden sein. Die variable Hypothek unterscheidet sich zudem bei der Amortisation von Festhypothek und LIBOR-Hypothek, denn hier haben Sie deutlich mehr Flexibilität. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass Sie bei der Rückzahlung ein hohes Mass an Disziplin mitbringen müssen, um die Laufzeit nicht zu sehr in die Länge zu ziehen.

Die Vor- und Nachteile der Hypotheken-Modelle in der Übersicht

Die Festhypothek bietet dank der fixen Konditionen eine sehr hohe Planungssicherheit. Raten, Zinsen und Laufzeit bleiben unverändert, die finanzielle Belastung lässt sich daher Monate beziehungsweise Jahre im Voraus berechnen. Sie müssen sich bei der Festhypothek nach dem Vertragsabschluss im Grund erst wieder mit den Themen Zinsen und aktueller Zinssatz beschäftigen, wenn die Ablösung der Hypothek ansteht und Sie hier Beratung wünschen. Aufgrund der fixen Zinsen profitieren Sie bei der Festhypothek zwar nicht, wenn nach Beginn der Laufzeit das Zinsniveau sinkt, dafür sind Sie aber auch vor steigenden Zinsen geschützt. Die Festhypothek eignet sich daher vor allem für Personen, die bei der Eigenheim-Finanzierung nur begrenzt Spielraum haben und die Hypothek daher – im Vergleich zu variabler oder LIBOR-Hypothek – auf eine feste Basis stellen wollen. Nachteilig bei der Festhypothek kann die mitunter lange Laufzeit sein, denn hier erheben die Banken einen Zinsaufschlag. Grund dafür ist, dass sie die Entwicklung der Zinsen nicht wirklich voraussagen können. Würde der allgemeine Zinssatz nach Vertragsschluss steigen, wäre das mit einem finanziellen Verlust für die Banken verbunden – dieses Risiko soll durch den Zinsaufschlag ausgeglichen werden.

Bei LIBOR-Hypotheken haben Sie nicht die gleiche Planungssicherheit wie bei Festhypotheken, dafür können Sie hier auch von einem für Sie günstigen Zinsverlauf profitieren. Fällt nämlich der LIBOR-Zins, sinkt auch Ihre finanzielle Belastung. Bei anhaltend niedrigem Zinsniveau lohnt es sich daher, die Angebote der Banken sehr genau zu vergleichen – unter Umständen können LIBOR-Hypotheken dann nämlich deutlich günstiger sein als Festhypotheken. Denn aufgrund der fortlaufenden Anpassung gibt es für die Banken praktisch kein Zinsrisiko, sodass sie bei LIBOR-Hypotheken auch keinen entsprechenden Aufschlag erheben. Bleiben das Zinsniveau und der LIBOR niedrig, sparen Sie hier gegenüber Festhypotheken also Kosten. Steigt der LIBOR allerdings, müssen Sie bei einer LIBOR-Hypothek auch tiefer in die Tasche greifen, denn die Bank wird die Zinssteigerung direkt an Sie weitergeben. Wählen Sie also eine LIBOR-Hypothek, sollten Sie über einen gewissen finanziellen Spielraum verfügen, um mögliche Schwankungen beim Zins ausgleichen zu können. Ansonsten lohnen sich LIBOR-Hypotheken vor allem dann, wenn das Zinsniveau hoch ist, Sie aber einen Rückgang beim Zins erwarten. Auch bei anhaltend niedrigem Zinsniveau oder stark schwankenden Zinsen kann die LIBOR-Hypothek eine interessante Alternative sein.

Variable Hypotheken bieten noch mehr Flexibilität als eine LIBOR-Hypothek, denn hier ist nicht nur der Zins veränderlich, auch die Laufzeit ist nicht festgelegt. Entsprechend liegt es auch in Ihrer Hand, für eine ausreichende Amortisation zu sorgen, denn ansonsten zieht sich die Hypothek in die Länge und Sie kommen im Vergleich zu den anderen Hypotheken-Modellen deutlich teurer weg. Neben einem finanziellen Spielraum sollten Sie bei einer variablen Hypothek also auch über ein hohes Einkommen verfügen, um regelmässige Amortisationszahlungen leisten zu können – ein hoher jährlicher Bonus, der für die Amortisation verwendet werden kann, ist hier oft ideal.

Mit e-hypo.ch online zur günstigen Hypothek

Wie Sie sehen, lohnt es sich, bei den Themen Eigenheim und Hypotheken die Übersicht zu behalten – auch wenn das mitunter nicht leicht ist – denn nur so können Sie die Angebote anhand von Zins, Laufzeit und Konditionen vergleichen. Bei e-hypo.ch erwartet Sie eine Online-Beratung mit Hilfe von Fachartikeln, zudem können Sie online mit dem Rechner Angebote vergleichen und sogar online einen Antrag stellen. Dazu wählen Sie im Rechner einfach das Angebot, das am besten zu Ihren Vorstellungen und Ihrer Situation passt und senden die Unterlagen an uns – einfacher geht es nicht. Lassen auch Sie sich auf e-hypo.ch eine Hypothek nach Mass erstellen und profitieren Sie von günstigen Konditionen.

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