Amortisation

Eine Hypothek kann als Ganzes oder in regelmässigen Abständen - oftmals vierteljährlich - amortisiert werden. Für Finanzierungen im Rahmen der 1. Hypothek (bis zu einer Belehnung von 67% des Belehnungswertes) besteht keine Amortisationspflicht. Finanzierungen mit einer höheren Belehnung müssen hingegen innert maximal 15 Jahren zurückbezahlt werden oder aber bis spätestens zum 65. Lebensjahr amortisiert sein.

Die Rückführung einer Hypothek kann direkt und indirekt erfolgen. Beide Varianten bieten Vor- und auch Nachteile. Überlegen Sie sich genau, welche Amortisation für Sie von Vorteil ist.

Amortisation

Direkte Amortisation

Eine direkte Amortisation der Finanzierung bedeutet, dass in einem regelmässigen, wiederkehrenden Rhythmus Rückzahlungen erfolgen. Durch diese Zahlungen verkleinert sich der Hypothekarbetrag und somit reduziert sich auch der zu bezahlende Hypothekarzins. Während die Zinszahlungen an die Bank sich verringern infolge der kleineren Schuld, erhöhen sich die zu zahlenden Steuern aufgrund des kleineren abzugsfähigen Schuldzinsbetrages sowie der geringeren Hypothek.

Vorteile der direkten Amortisation

  • Geringere Hypothekarschuld
  • Geringere Belastung durch Hypothekarzinsen

Nachteile der direkten Amortisation

  • Steigende Steuern

Vor- und Nachteile von Hypotheken Amortisation

Indirekte Amortisation

Die regelmässigen Rückzahlungen erfolgen nicht direkt zu Gunsten der Hypothek, sondern werden auf ein Vorsorgekonto der Säule 3a einbezahlt. Während das Guthaben auf dem Konto laufend angespart wird, bleiben der Hypothekarbetrag und der Hypothekarzins gleich. So lassen sich Steuern sparen, da die Einzahlungen in die Säule 3a wie auch die Hypothekarzinsen von der Einkommensteuer abgezogen werden können. Das vorhandene Guthaben auf dem Vorsorgekonto kann auch genutzt werden, um die Hypothek in einem Betrag zu amortisieren. Wichtig ist, dass die indirekte Amortisation nur bei selbstbewohntem Wohneigentum möglich ist.

Vorteile der indirekten Amortisation

  • Hypothekarzinsen bleiben unverändert und sind abzugsberechtigt von den Steuern
  • Die Einzahlungen in die Säule 3a können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden
  • Die Zusatzsicherheit (Vorsorgekapital) kann zu günstigeren Zinskonditionen führen

Nachteile der indirekten Amortisation

  • Die Höhe der Hypothek bleibt unverändert

Welche Amortisationsvariante sich für Sie aus steuerlicher und wirtschaftlicher Sicht letzten Endes eignet, hängt von individuellen Faktoren ab. Zur Ermittlung der optimalen Lösung lohnt sich der Kontakt zu einem Spezialisten.

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